Die hier gelisteten Veranstaltungen spiegeln eine Auswahl von thematisch passenden Vorträgen, Lesungen und Podien ohne Anspruch auf Vollständigkeit wider. Insbesondere gibt es keine rechtliche Verantwortung des Bündnisses für die Inhalte und Richtigkeit der genannten Termine.
25. Februar
Vortrag
19:00 Uhr
Volkshochschule
Bergstr. 8
Verschwörungstheorien – Ursachen und Gegenstrategien
mit Prof. Michael Butter
Je komplexer unsere Welt wird, desto mehr Menschen scheinen für erklärende Sinnangebote von Verschwörungstheorien empfänglich. Die Corona-Pandemie hat für diese Entwicklung als Katalysator gewirkt. Elon Musk, der reichste Mensch der Welt, hat ein ganzes soziales Netzwerk in eine Schleuder für konspirationistische …
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… Erzählungen verwandelt. Donald Trump, der mächtigste Mensch der Welt, amtiert als „conspiracy theorist in chief“ im Weißen Haus.
So groß die Gefahr auch ist: Eine freie und demokratische Gesellschaft darf sich nicht von der Angst vor Verschwörungstheorien beherrschen lassen und in Alarmismus verfallen. Es gilt die gesellschaftlichen Ursachen zu bekämpfen.
Prof. Michael Butter ist einer der renommiertesten Experten für das Thema. Er lehrt Amerikanische Literatur- und Kulturgeschichte an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Er leitet das von der EU finanzierte Forschungsprojekt Populism and Conspiracy Theory. 2021 wurde er mit dem Tübinger Preis für Wissenschaftskommunikation ausgezeichnet.
5. März
Lesung
19:00 Uhr
Volkshochschule
Bergstr. 8
Klimapolitik von Rechts – Die extreme Rechte zwischen Klimawandelleugnung und Klimanationalismus
mit Yannick Passeick
Wie geht die extreme Rechte mit dem Klimawandel um? Zwischen der Leugnung des menschengemachten Klimawandels bis zur Verschiebung der Ursachen der Klimakatastrophe auf Menschen im globalen Süden und nationalistischen Antworten auf den Klimawandel ist alles mit dabei. Yannick Passeick von der Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) wird uns …
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… hierzu einen Einblick in Strategien und Narrative rechtsextremer Akteur:innen geben. Hierzu zählt die Diffamierung von Aktivist:innen ebenso wie antisemitische Verschwörungserzählungen. Gleichzeitig versuchen antidemokratische Kräfte mit Argumenten des Natur- und Artenschutzes Windkraftgegner:innen zu unterwandern.
12. März
Vortrag
19:00 Uhr
Volkshochschule
Bergstr. 8
Rechtsextreme Codes auf TikTok und Instagram entlarven
mit Klara Wyrobek
In den Kommentarspalten von Videos und Posts erscheinen in den sozialen Medien immer öfter Emojis, die alles andere als unpolitisch sind. Erkennen Sie, wie Rechtsextreme auf TikTok und Instagram ihre Botschaften verschleiern und …
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… subtile Symbole als verschlüsselte Nachrichten posten. Sie erhalten fundierte Einblicke und Werkzeuge für einen sicheren Umgang mit Social Media.
Die Veranstaltung richtet sich an (Groß-)Eltern, Pädagog:innen und alle, die in den sozialen Medien unterwegs sind.
21. März
Aktion
14:00 Uhr
Café Felka
Heger-Tor-Wall 27
Lauf gegen Rassismus
Exil e.V.
Die Teilnahme ist kostenlos. Wer möchte, kann mit einem freiwilligen Soli-Beitrag die Arbeit von Exil e.V. unterstützen – online vorab oder am Veranstaltungstag per QR-Code.
Wir von Exil e.V. setzen uns jeden Tag auf vielfältige Weise für das Zusammenleben und den kulturellen Austausch ein und wirken auf den Abbau von Vorurteilen und Diskriminierungen hin. Am 21. März laden wir die Osnabrücker Laufcommunity um 14 Uhr auf einen Lauf gegen Rassismus ein.
Der Lauf findet im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Wir zeigen uns solidarisch mit betroffenen Menschen und wollen ein deutliches Zeichen setzen: Stop Racism!
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Startgeld:
Die Teilnahme ist kostenlos.
Stattdessen freuen wir uns über einen freiwilligen Soli-Beitrag – online über unser Spendenformular oder am Veranstaltungstag vor Ort per QR-Code. Jeder Beitrag hilft, unsere Arbeit gegen Rassismus und Diskriminierung zu stärken.
Strecke:
Mit Start/Ziel am Café Felka laufen wir auf einer wahlweise ca. 6 oder ca. 11 km langen Strecke auf den Westerberg bzw. um den Rubbenbruchsee. Walker*innen sind auf der 6 km-Strecke herzlich willkommen. Es ist kein Wettkampf, entsprechend gibt es auch keine Zeitnahme. Wir laufen gemeinsam, um am „Internationalen Tag gegen Rassismus“ der Vereinten Nationen, ein solidarischen Zeichen zu setzen.
Anmeldung:
Onlineanmeldung auf laufen-os.de bis zum 16.03.2026, um die Anzahl der Teilnehmenden einschätzen zu können.
Nachmeldungen sind auch vor Ort ab 13 Uhr möglich
Startnummernausgabe:
Erfolg vor Ort am Tag der Veranstaltung ab 13 Uhr
Sonstiges:
Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr.
Duschen und Umkleiden gibt es vor Ort keine.
16. April
Vortrag &
Austausch
19:00 Uhr
Volkshochschule
Bergstr. 8
Migration – Emigration – Immigration – „Remigration“ (?)
mit Dr. Volker Jakob
Das lateinische Wort „migrare“ bedeutet „wandern“. Und die Menschen wandern tatsächlich vom Beginn der Geschichte an. Die Bibel ist voll von derartigen Geschichten. In der Völkerwanderungszeit zwischen Spätantike und früher Neuzeit hat sich dieses Phänomen geradezu institutionalisiert. Man verließ die Heimat in der Hoffnung auf eine bessere, aber immer ungewisse Zukunft. Das gilt auch für Deutschland. Im Mittelalter …
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… brachen von hier Hundertausende im Zuge der Ostkolonisation auf, um jenseits von Oder und Neiße Städte zu gründen und sich dauerhaft niederzulassen. Später dann die Auswanderung von Millionen in das „Gelobte Land“ Amerika. Aber es gab immer auch westfälische Wanderarbeiter, Grenzgänger nannte man sie, die sich für wenig Geld verdingten oder arme Heuerlinge, die sich als Wal- oder Heringsfänger anwerben ließen. Im Gegenzug kamen Einwanderer ins Land, aus Südeuropa, aus der Türkei…
Heute werden mit den Themen „Migration“ im Sinn von „Überfremdung“ und „Kontrollverlust“ Wahlen entschieden. Neu und höchst brisant ist die von Rechtsradikalen ins Gespräch gebrachte „Remigration“, was nichts anderes bedeutet als Ausweisung – also Vertreibung.
Dr. Volker Jakob ist Historiker und war Referatsleiter im Bild-, Film- und Tonarchiv des LWL-Medienzentrums für Westfalen in Münster.
19. April
Führung
11:00 Uhr
Treffpunkt: Arkaden Stadtbibliothek
Auf den Spuren des Widerstands während der NS-Zeit in Osnabrück
mit Martina Sellmeyer
Der Stadtrundgang folgt den Spuren von OsnabrückerInnen, die sich politisch engagiert oder auch als Privatpersonen dem menschenverachtenden NS-System widersetzt haben: Menschen, die sich nicht von ihren verfolgten EhepartnerInnen trennten, wichtige Mitglieder der „Bekennenden Kirche“ und der Synagogengemeinde, politisch …
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… aktive Antifaschisten, die sich schon vor 1933 in Osnabrück mit den Nationalsozialisten auseinandersetzten und ein jüdischer Osnabrücker, der an einer spektakulären Aktion des Widerstands in den Niederlanden beteiligt war. Martina Sellmeyer ist Mitglied des ILEX-Kreises, der den Widerstand während der NS-Zeit in Osnabrück näher erforscht und dabei herausgefunden hat, dass es in Osnabrück eine organisierte Untergrundbewegung, die „Gruppe Burgdorf“, gab.
Vergangene Veranstaltungen
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11. Februar
Film
19:00 Uhr
Lagerhalle
(Saal)
To A Land Unknown
Palästina/GB/F/NL/D/GR/Q/SKA 2024, Originalfassung (arabisch/englisch/griechisch) mit dt. Untertiteln, FSK: ab 12, 105 Min.
TO A LAND UNKNOWN ist eine einfühlsame, bewegende und fesselnde Auseinandersetzung mit der Situation der Palästinenser und damit, was es bedeutet, ein:e staatenloser Geflüchteter in einer von rassistischen Vorurteilen und sozialen Ungleichheiten geprägten Welt zu sein. Der Film feierte seine Premiere 2024 bei den Filmfestspielen von Cannes und gewann den Publikumspreis beim Internationalen Filmfestival Thessaloniki.
Nach der Vorführung gibt es ein Gespräch zur Situation von Geflüchteten in Griechenland und der aktuellen Situation in Gaza.
Vorverkauf: 6,00 € | Online-Tickets
Abendkasse: 6,00 € | 5,00 €
Veranstalter: Seebrücke Osnabrück und Deutsch-Palästinensische Gesellschaft
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Ein heruntergekommenes Viertel am Rande Athens, das von Kriminalität und Armut gezeichnet ist: Die Cousins Reda und Chatila ringen täglich mit der gleichen Notlage wie hunderttausend andere Palästinenser:innen – dem Leben als Geflüchtete. Chatila und Reda sparen Geld, um sich gefälschte Pässe zu kaufen und aus Athen zu fliehen. Als Reda jedoch ihr hart verdientes Geld aufgrund seiner gefährlichen Drogenabhängigkeit verliert, schmiedet Chatila einen extremen Plan: Sie geben sich als Schmuggler aus und nehmen Geiseln, um ihn und seinen besten Freund aus ihrer hoffnungslosen Lage zu befreien, bevor es zu spät ist.
Verbunden durch Liebe und Freundschaft, aber auch die Last der Verzweiflung, die sie über Zeit und Ort hinweg verfolgt, kämpfen sie darum, ihrem Elend zu entkommen und eine bessere Zukunft für sich selbst und ihre Lieben, die sie zurückgelassen haben, zu sichern. Aber gibt es überhaupt einen Ausweg für die beiden? Wie kann die Menschlichkeit bewahrt werden, wenn man in ein Leben hineingeboren wird, das von unaufhörlicher Grausamkeit geprägt ist?
Regie: Mahdi Fleifel. Mit Mahmood Bakri, Aram Sabbagh, Mohammad Alsurafa u.a.
27. Januar
Vortrag
19:00 Uhr
Haus der Jugend
Neue extremrechte Erscheinungsbilder, Aktionen und Strategien in der Region
mit der Politologin und Journalistin Andrea Röpke
Reichsbürger*innen, Untergrundnetzwerke und völkische Ideen im »rechten Kulturkampf – die Liste von rechten Erscheinungsbildern ist lang. Vor allem über Social Media finden demokratiefeindliche Gruppierungen Zulauf. Insbesondere bei TikTok werben die AfD oder Identitäre Bewegung um junge Menschen. Um den verschiedenen demokratiefeindlichen und -gefährdenden Positionen und Bewegungen entgegentreten zu können, ist es wichtig, deren Erscheinungsformen und Vorgehensweisen zu verstehen und erkennen zu können.
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Die Rechtsextremismus-Expertin und Buchautorin Andrea Röpke, Politologin und freie Journalistin mit dem Spezialgebiet Rechtsextremismus, liefert uns hierzu wichtiges Hintergrundwissen – mit besonderem Fokus auf deren Aktivitäten und Netzwerke in der Region. Sie thematisiert dabei, inwiefern von diesen Strukturen eine konkrete Gefahr für die demokratische Gesellschaft ausgeht. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit für Fragen und eine gemeinsame Diskussion. Andrea Röpke führte aufwendige Inside-Recherchen im Neonazi-Milieu durch, die unter anderem im WDR und der taz veröffentlicht wurden. Zudem hat sie zahlreiche Bücher veröffentlicht. Für ihre engagierte Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet.
Ort: Haus der Jugend, Große Gildewart 6-9, 49074 Osnabrück
Kosten: frei, der Eintritt kann aber nur mit einer erfolgreichen Anmeldung sichergestellt werden, per Mail an osnabrueck@falken-weserems.de!
Die Veranstaltung wird gefördert durch @4generationde
22. Januar
Workshop
09:00 Uhr – 13:00 Uhr
Graf-Stauffenberg-Gymnasium

Umgang mit antidemokratischen Positionen und Einstellungen im schulischen Alltag (Stefan Breuer)
Rechte Parteien, Fake News, Verschwörungsideologien und menschenfeindliche Positionen breiten sich in der Mitte unserer Gesellschaft aus. Bildungseinrichtungen und deren Mitarbeitende stehen vor entsprechenden Herausforderungen und fühlen sich häufig damit allein gelassen.
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Das Bündnis „Osnabrück – bunt und solidarisch“ lädt deshalb, in Kooperation mit dem Fachdienst Bildung der Stadt Osnabrück, zu einem Workshop für Lehrende und Sozialpädagog*innen der weiterführenden und berufsbildenden Schulen in Osnabrück ein.
Referent ist Stefan Breuer, der an der TU Dresden einen Forschungsschwerpunkt zu Rechtsextremismus und Rechtspopulismus als Herausforderung für die politische Bildung bekleidet und zahlreiche praxisnahe Publikationen, z. B. Politische Bildung in reaktionären Zeiten (2021), veröffentlicht hat.
Auf Grundlage konkreter Fallbeispiele werden gemeinsam Handlungsmöglichkeiten diskutiert und praxisorientierte Strategien für den schulischen Alltag erarbeitet.
Neben dem Erwerb neuer Kompetenzen dient die Veranstaltung insbesondere der Vernetzung und soll als Auftakt für eine weitere gemeinsame Organisierung dienen, um langfristig menschenfeindlichen, rechtsextremen und antidemokratischen Tendenzen entgegenzuwirken.

10. Dezember
Vortrag
18:30 Uhr
Haus der Jugend
(Großer Saal)
Eine kritische Analyse der AfD
mit dem Soziologen und Publizisten Andreas Kemper
Die OMAS GEGEN RECHTS Osnabrück laden ein zu einem Vortrag und einer kritischen Auseinandersetzung mit der gesichtert rechtsextremen AfD.
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in Kooperation mit dem Bündnis „Osnabrück – bunt und solidarisch!“, der Mitmach-Kampagne DEN RECHTEN DIE RÄUME NEHMEN und der Buchhandlung zur Heide.
25. November
Film
19:00 Uhr
Lagerhalle (Saal)
Wir sind jung. Wir sind stark.
D 2013, 128 min.
Filmreihe „Geschichte(n) sehen“
Die skandalösen Ereignisse aus Rostock-Lichtenhagen, wo im Sommer 1992 jugendliche Hooligans nach pogromartigen Tagen ein Wohnheim von vietnamesischen Immigranten anzündeten, verdichten sich in diesem Spielfilmdrama aus dem Jahr 2013 als Abfolge kleiner Geschichten. Dabei werden nicht nur die Opfer und das politische Versagen, sondern auch die jugendlichen Brandstifter in Blick genommen, die mit rechter Gesinnung kokettieren, aber noch keine Nazis sind. Der differenzierende Rückblick wurde mit großem handwerklichem Geschick in Szene gesetzt, kreist um den Frust und die Orientierungslosigkeit der Nachwendezeit. – Sehenswert ab 14. (filmdienst)
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D 2013, FSK: ab 12, 128 Min.; Regie: Burhan Qurbani. Mit Jonas Ney, Trang Le Hong, Devid Striesow, Joel Bawsman, Saskia Rosendahl u.a.
In Kooperation mit Museumsquartier Osnabrück und Osnabrücker Filmforum e.V.
Vorverkauf: 6,00 €
»Online-Tickets
Abendkasse: 6,00 € | 5,00 €
bestuhlt, freie Platzwahl
22. November
workshop
10:00 Uhr – 16:00 Uhr
Gemeindezentrum Bergkirche
(Großer Saal)
Alltagsrassismus mit Theater begegnen
mit Methoden des Theaters der Unterdrückten
Anmledung bis zum 12. November unter ehrenamt@exilverein.de
15. November
workshop
10:00 Uhr – 16:00 Uhr
Marcel Callo Haus
Argumentieren gegen Stammtischparolen
kostenloser Workshop mit Referent Klaas Bojert.
Wer kennt das nicht?
Da haut jemand eine Parole raus und ich bin so perplex,
dass ich – nicht reagiere. Hinterher, da fallen mir viele gute
Reaktionen ein.
Stammtischparolen begegnen uns oft unerwartet und
überrumpeln uns in Situationen, in denen wir nicht mit
ihnen rechnen – auch in unseren kirchlichen Zusammenhängen. In den aktuellen gesellschaftlichen Debatten hilft
es, zu lernen, klar Position zu beziehen, zu widersprechen.
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Die Fortbildung thematisiert die damit verbundenen Fragen:
- Was sind Stammtischparolen?
- Wie wirken sie?
- Wie kann ich darauf reagieren?
Anmeldung via Link.
13. November
VORTRAG
19:00 Uhr – 21:15 Uhr
VHS Osnabrück
Rechtsruck und antimoderne Reflexe (Andreas Speit)
Die Affinität des Antimodernismus zum völkischen Nationalismus ist kein neues Phänomen, wird jedoch heute kaum thematisiert. Die Massenproteste der Querdenkenden, Reichsbewegten und Rechtsextremen scheinen vorbei. Doch die sich aus ihnen speisende gesellschaftliche Schicht mit antimodernen Vorstellungen wächst, sie hat sich außerdem verjüngt und verweiblicht – nicht nur in Deutschland, sondern europaweit. Die Radikalität ihrer Einstellungen beginnt nicht erst mit der Planung einer Erstürmung des Bundestags oder der Sabotage des Stromnetzes. Sie beginnt mit der Anzweiflung der Realität hin zu einer Ablehnung des Rechtsstaates und endet bei der Delegitimierung der Demokratie. Andreas Speit beschreibt, wie antimoderne Reflexe breite Schichten der Gesellschaft erfassen und sie immer weiter nach rechts rücken.
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Andreas Speit ist Buchautor und Journalist. Er schreibt u.a. für die taz und die Zeit. Darüber hinaus ist er Referent bei den Bundes- und Landeszentralen für politische Bildung, beim Deutschen Gewerkschaftsbund, bei der Friedrich-Ebert- und der Heinrich-Böll-Stiftung sowie der Medienakademie von ARD und ZDF. Er publiziert regelmäßig über rechte und völkische Tendenzen, identitäre Netzwerke und die Reichsbürgerszene.
10. November
Diskussion
18:00 Uhr
Lagerhalle
(Spitzboden)
Reichtum ist keine Privatsache – Eine gerechte Gesellschaft braucht eine Vermögenssteuer
Mit Julia Jirmann (Netzwerk Steuergerechtigkeit, Autorin „Blackbox Steuerpolitik“)
Die Vermögenssteuer ist in Deutschland formal nie abgeschafft worden – und angesichts wachsender Ungleichheit aktueller denn je. Eine faire Besteuerung großer Vermögen kann helfen, die gesellschaftliche Spaltung zu verringern, antidemokratischen Tendenzen entgegenzuwirken und soziale Gerechtigkeit zu fördern. Eigentum verpflichtet – auch im Sinne des Gemeinwohls.
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Wir diskutieren, warum die Wiedererhebung der Vermögenssteuer ein wichtiger Schritt wäre: für eine gerechtere Verteilung, die Stärkung der Demokratie und zur Finanzierung des dringend nötigen ökologischen Wandels.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Eintritt frei
Veranstalter: Attac Trägerverein e.V. Regionalgruppe Osnabrück
bestuhlt, freie Platzwahl
Über eine Anmeldung an osnabrueck@falken-weserems.de würden wir uns freuen.
10. November
LESUNG
17:00 Uhr
Gemeinschaftszentrum Ziegenbrink
Unter Nazis (Jakob Springfeld)
Beleidigungen, Hass und Gewaltandrohungen – Alltag für Jakob Springfeld. Er ist einer der jungen Leute in Sachsen, der sich als Antifaschist engagiert. In seiner aufrüttelnden Lebensgeschichte schildert Jakob persönliche Erlebnisse in Zwickau und Halle und lenkt dabei den Blick auch auf Ereignisse in den 90er-Jahren, den rechten Terror des NSU und die aktuellen Entwicklungen um die AfD.
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Jakob Springfeld ist Student und 2002 in Zwickau geboren und aufgewachsen. In Stuttgart erhielt er die Theodor-Heuss-Medaille für besonderes Engagement für Demokratie und Bürgerrechte. ZEIT-Campus hat ihn zu den 100 wichtigsten Ostdeutschen ernannt. In seinem Buch beschreibt er, warum im Osten der Boden für die Instrumentalisierung von Existenzängsten besonders fruchtbar ist. Aber struktureller Rassismus und Rechtsextremismus sind Probleme, aus denen eine gesamtdeutsche Bedrohung hervorgeht, in Halle wie in Hanau.
Über eine Anmeldung an osnabrueck@falken-weserems.de würden wir uns freuen.
