Kalender

Die hier gelisteten Veranstaltungen spiegeln eine Auswahl von thematisch passenden Vorträgen, Lesungen und Podien ohne Anspruch auf Vollständigkeit wider. Insbesondere gibt es keine rechtliche Verantwortung des Bündnisses für die Inhalte und Richtigkeit der genannten Termine.

11. Februar

Film

19:00 Uhr

Lagerhalle
(Saal)

To A Land Unknown

Palästina/GB/F/NL/D/GR/Q/SKA 2024, Originalfassung (arabisch/englisch/griechisch) mit dt. Untertiteln, FSK: ab 12, 105 Min.

TO A LAND UNKNOWN ist eine einfühlsame, bewegende und fesselnde Auseinandersetzung mit der Situation der Palästinenser und damit, was es bedeutet, ein:e staatenloser Geflüchteter in einer von rassistischen Vorurteilen und sozialen Ungleichheiten geprägten Welt zu sein. Der Film feierte seine Premiere 2024 bei den Filmfestspielen von Cannes und gewann den Publikumspreis beim Internationalen Filmfestival Thessaloniki.

Nach der Vorführung gibt es ein Gespräch zur Situation von Geflüchteten in Griechenland und der aktuellen Situation in Gaza.

Vorverkauf: 6,00 € | Online-Tickets
Abendkasse: 6,00 € | 5,00 €

Veranstalter: Seebrücke Osnabrück und Deutsch-Palästinensische Gesellschaft

Mehr

Ein heruntergekommenes Viertel am Rande Athens, das von Kriminalität und Armut gezeichnet ist: Die Cousins Reda und Chatila ringen täglich mit der gleichen Notlage wie hunderttausend andere Palästinenser:innen – dem Leben als Geflüchtete. Chatila und Reda sparen Geld, um sich gefälschte Pässe zu kaufen und aus Athen zu fliehen. Als Reda jedoch ihr hart verdientes Geld aufgrund seiner gefährlichen Drogenabhängigkeit verliert, schmiedet Chatila einen extremen Plan: Sie geben sich als Schmuggler aus und nehmen Geiseln, um ihn und seinen besten Freund aus ihrer hoffnungslosen Lage zu befreien, bevor es zu spät ist.

Verbunden durch Liebe und Freundschaft, aber auch die Last der Verzweiflung, die sie über Zeit und Ort hinweg verfolgt, kämpfen sie darum, ihrem Elend zu entkommen und eine bessere Zukunft für sich selbst und ihre Lieben, die sie zurückgelassen haben, zu sichern. Aber gibt es überhaupt einen Ausweg für die beiden? Wie kann die Menschlichkeit bewahrt werden, wenn man in ein Leben hineingeboren wird, das von unaufhörlicher Grausamkeit geprägt ist?

Regie: Mahdi Fleifel. Mit Mahmood Bakri, Aram Sabbagh, Mohammad Alsurafa u.a.


Vergangene Veranstaltungen

Aufklappen

27. Januar

Vortrag

19:00 Uhr

Haus der Jugend

Neue extremrechte Erscheinungsbilder, Aktionen und Strategien in der Region

mit der Politologin und Journalistin Andrea Röpke

Reichsbürger*innen, Untergrundnetzwerke und völkische Ideen im »rechten Kulturkampf – die Liste von rechten Erscheinungsbildern ist lang. Vor allem über Social Media finden demokratiefeindliche Gruppierungen Zulauf. Insbesondere bei TikTok werben die AfD oder Identitäre Bewegung um junge Menschen. Um den verschiedenen demokratiefeindlichen und -gefährdenden Positionen und Bewegungen entgegentreten zu können, ist es wichtig, deren Erscheinungsformen und Vorgehensweisen zu verstehen und erkennen zu können.

Mehr

Die Rechtsextremismus-Expertin und Buchautorin Andrea Röpke, Politologin und freie Journalistin mit dem Spezialgebiet Rechtsextremismus, liefert uns hierzu wichtiges Hintergrundwissen – mit besonderem Fokus auf deren Aktivitäten und Netzwerke in der Region. Sie thematisiert dabei, inwiefern von diesen Strukturen eine konkrete Gefahr für die demokratische Gesellschaft ausgeht. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit für Fragen und eine gemeinsame Diskussion. Andrea Röpke führte aufwendige Inside-Recherchen im Neonazi-Milieu durch, die unter anderem im WDR und der taz veröffentlicht wurden. Zudem hat sie zahlreiche Bücher veröffentlicht. Für ihre engagierte Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

Ort: Haus der Jugend, Große Gildewart 6-9, 49074 Osnabrück
Kosten: frei, der Eintritt kann aber nur mit einer erfolgreichen Anmeldung sichergestellt werden, per Mail an osnabrueck@falken-weserems.de!

Die Veranstaltung wird gefördert durch @4generationde


22. Januar

Workshop

09:00 Uhr – 13:00 Uhr

Graf-Stauffenberg-Gymnasium

Umgang mit antidemokratischen Positionen und Einstellungen im schulischen Alltag (Stefan Breuer)

Rechte Parteien, Fake News, Verschwörungsideologien und menschenfeindliche Positionen breiten sich in der Mitte unserer Gesellschaft aus. Bildungseinrichtungen und deren Mitarbeitende stehen vor entsprechenden Herausforderungen und fühlen sich häufig damit allein gelassen.

Mehr

Das Bündnis „Osnabrück – bunt und solidarisch“ lädt deshalb, in Kooperation mit dem Fachdienst Bildung der Stadt Osnabrück, zu einem Workshop für Lehrende und Sozialpädagog*innen der weiterführenden und berufsbildenden Schulen in Osnabrück ein.

Referent ist Stefan Breuer, der an der TU Dresden einen Forschungsschwerpunkt zu Rechtsextremismus und Rechtspopulismus als Herausforderung für die politische Bildung bekleidet und zahlreiche praxisnahe Publikationen, z. B. Politische Bildung in reaktionären Zeiten (2021), veröffentlicht hat.

Auf Grundlage konkreter Fallbeispiele werden gemeinsam Handlungsmöglichkeiten diskutiert und praxisorientierte Strategien für den schulischen Alltag erarbeitet.

Neben dem Erwerb neuer Kompetenzen dient die Veranstaltung insbesondere der Vernetzung und soll als Auftakt für eine weitere gemeinsame Organisierung dienen, um langfristig menschenfeindlichen, rechtsextremen und antidemokratischen Tendenzen entgegenzuwirken.


10. Dezember

Vortrag

18:30 Uhr

Haus der Jugend
(Großer Saal)

Eine kritische Analyse der AfD

mit dem Soziologen und Publizisten Andreas Kemper

Die OMAS GEGEN RECHTS Osnabrück laden ein zu einem Vortrag und einer kritischen Auseinandersetzung mit der gesichtert rechtsextremen AfD.

Mehr

in Kooperation mit dem Bündnis „Osnabrück – bunt und solidarisch!“, der Mitmach-Kampagne DEN RECHTEN DIE RÄUME NEHMEN und der Buchhandlung zur Heide.


25. November

Film

19:00 Uhr

Lagerhalle (Saal)

Wir sind jung. Wir sind stark.

D 2013, 128 min.

Filmreihe „Geschichte(n) sehen“
Die skandalösen Ereignisse aus Rostock-Lichtenhagen, wo im Sommer 1992 jugendliche Hooligans nach pogromartigen Tagen ein Wohnheim von vietnamesischen Immigranten anzündeten, verdichten sich in diesem Spielfilmdrama aus dem Jahr 2013 als Abfolge kleiner Geschichten. Dabei werden nicht nur die Opfer und das politische Versagen, sondern auch die jugendlichen Brandstifter in Blick genommen, die mit rechter Gesinnung kokettieren, aber noch keine Nazis sind. Der differenzierende Rückblick wurde mit großem handwerklichem Geschick in Szene gesetzt, kreist um den Frust und die Orientierungslosigkeit der Nachwendezeit. – Sehenswert ab 14. (filmdienst)

Mehr

D 2013, FSK: ab 12, 128 Min.; Regie: Burhan Qurbani. Mit Jonas Ney, Trang Le Hong, Devid Striesow, Joel Bawsman, Saskia Rosendahl u.a.

In Kooperation mit Museumsquartier Osnabrück und Osnabrücker Filmforum e.V.
Vorverkauf: 6,00 €
»Online-Tickets
Abendkasse: 6,00 € | 5,00 €

bestuhlt, freie Platzwahl


22. November

workshop

10:00 Uhr – 16:00 Uhr

Gemeindezentrum Bergkirche
(Großer Saal)

Alltagsrassismus mit Theater begegnen

mit Methoden des Theaters der Unterdrückten

Anmledung bis zum 12. November unter ehrenamt@exilverein.de 


15. November

workshop

10:00 Uhr – 16:00 Uhr

Marcel Callo Haus

Argumentieren gegen Stammtischparolen

kostenloser Workshop mit Referent Klaas Bojert.

Wer kennt das nicht?
Da haut jemand eine Parole raus und ich bin so perplex,
dass ich – nicht reagiere. Hinterher, da fallen mir viele gute
Reaktionen ein.
Stammtischparolen begegnen uns oft unerwartet und
überrumpeln uns in Situationen, in denen wir nicht mit
ihnen rechnen – auch in unseren kirchlichen Zusammenhängen. In den aktuellen gesellschaftlichen Debatten hilft
es, zu lernen, klar Position zu beziehen, zu widersprechen.

Mehr

Die Fortbildung thematisiert die damit verbundenen Fragen:

  • Was sind Stammtischparolen?
  • Wie wirken sie?
  • Wie kann ich darauf reagieren?

Anmeldung via Link.


13. November

VORTRAG

19:00 Uhr – 21:15 Uhr

VHS Osnabrück

Rechtsruck und antimoderne Reflexe (Andreas Speit)

Die Affinität des Antimodernismus zum völkischen Nationalismus ist kein neues Phänomen, wird jedoch heute kaum thematisiert. Die Massenproteste der Querdenkenden, Reichsbewegten und Rechtsextremen scheinen vorbei. Doch die sich aus ihnen speisende gesellschaftliche Schicht mit antimodernen Vorstellungen wächst, sie hat sich außerdem verjüngt und verweiblicht – nicht nur in Deutschland, sondern europaweit. Die Radikalität ihrer Einstellungen beginnt nicht erst mit der Planung einer Erstürmung des Bundestags oder der Sabotage des Stromnetzes. Sie beginnt mit der Anzweiflung der Realität hin zu einer Ablehnung des Rechtsstaates und endet bei der Delegitimierung der Demokratie. Andreas Speit beschreibt, wie antimoderne Reflexe breite Schichten der Gesellschaft erfassen und sie immer weiter nach rechts rücken.

Mehr

Andreas Speit ist Buchautor und Journalist. Er schreibt u.a. für die taz und die Zeit. Darüber hinaus ist er Referent bei den Bundes- und Landeszentralen für politische Bildung, beim Deutschen Gewerkschaftsbund, bei der Friedrich-Ebert- und der Heinrich-Böll-Stiftung sowie der Medienakademie von ARD und ZDF. Er publiziert regelmäßig über rechte und völkische Tendenzen, identitäre Netzwerke und die Reichsbürgerszene.


10. November

Diskussion

18:00 Uhr

Lagerhalle
(Spitzboden)

Reichtum ist keine Privatsache – Eine gerechte Gesellschaft braucht eine Vermögenssteuer

Mit Julia Jirmann (Netzwerk Steuergerechtigkeit, Autorin „Blackbox Steuerpolitik“)

Die Vermögenssteuer ist in Deutschland formal nie abgeschafft worden – und angesichts wachsender Ungleichheit aktueller denn je. Eine faire Besteuerung großer Vermögen kann helfen, die gesellschaftliche Spaltung zu verringern, antidemokratischen Tendenzen entgegenzuwirken und soziale Gerechtigkeit zu fördern. Eigentum verpflichtet – auch im Sinne des Gemeinwohls.

Mehr

Wir diskutieren, warum die Wiedererhebung der Vermögenssteuer ein wichtiger Schritt wäre: für eine gerechtere Verteilung, die Stärkung der Demokratie und zur Finanzierung des dringend nötigen ökologischen Wandels.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Eintritt frei

Veranstalter: Attac Trägerverein e.V. Regionalgruppe Osnabrück

bestuhlt, freie Platzwahl

Über eine Anmeldung an osnabrueck@falken-weserems.de würden wir uns freuen.


10. November

LESUNG

17:00 Uhr

Gemeinschaftszentrum Ziegenbrink

Unter Nazis (Jakob Springfeld)

Beleidigungen, Hass und Gewaltandrohungen – Alltag für Jakob Springfeld. Er ist einer der jungen Leute in Sachsen, der sich als Antifaschist engagiert. In seiner aufrüttelnden Lebensgeschichte schildert Jakob persönliche Erlebnisse in Zwickau und Halle und lenkt dabei den Blick auch auf Ereignisse in den 90er-Jahren, den rechten Terror des NSU und die aktuellen Entwicklungen um die AfD.

Mehr

Jakob Springfeld ist Student und 2002 in Zwickau geboren und aufgewachsen. In Stuttgart erhielt er die Theodor-Heuss-Medaille für besonderes Engagement für Demokratie und Bürgerrechte. ZEIT-Campus hat ihn zu den 100 wichtigsten Ostdeutschen ernannt. In seinem Buch beschreibt er, warum im Osten der Boden für die Instrumentalisierung von Existenzängsten besonders fruchtbar ist. Aber struktureller Rassismus und Rechtsextremismus sind Probleme, aus denen eine gesamtdeutsche Bedrohung hervorgeht, in Halle wie in Hanau.

Über eine Anmeldung an osnabrueck@falken-weserems.de würden wir uns freuen.